Aquarell-Gemälde Rose

Allgemein

Diese Üppige in reinem zentifolienrosa erstrahlende Blüte mit rötlichen Stacheln ist mit ihren einzigartigen leicht gewellten und aufgeblasenen Blättern eine besondere Rarität. Sie gehört einer Rosengruppe an, die Ende des 16. Jahrhundert in Holland durch Züchtung entstanden ist. Hundertblättrige Rosen wurden oft von flämischen und niederländischen Malern in der sakralen Kunst sowie in Stillleben abgebildet, weshalb sie auch als „ Rosen der Maler „ bekannt wurden. Von den 200 Zentifolien die im 17. Und 18. Jahrhundert im Umlauf waren sind heute noch etwa 20 Sorten im Handel.

Heilwirkung

Zu Beginn der Blütezeit werden die honigartig duftenden Blütenblätter zur Gewinnung von Rosenöl gesammelt. In den Apotheken verwendet man dieses Öl als Duftstoff bei der Zubereitung von Salben, Hautwässern und Cremes. Der Stoff wirkt auf der Haut aber auch adstringierend und entzündungshemmend. Sie wird in der Heilpraxis als Tee gegen Durchfälle und Darmparasiten verwendet.

Christliche Symbolik

In der Antike stand der Mythos vom Tod des Adonis (der Geliebter der Aphrodite) im Vordergrund, aus dessen Blut die ersten Rosen entsprossen sein sollen. Somit hatten die Rosen die Bedeutung von Liebe und Trauer. Die christliche Überlieferung übernahm wahrscheinlich diese Bedeutung und interpretierte die Rose mit den Dornen als Sinnbild der Qualen von christlichen Märtyrern. In der Regel wird diese Blume jedoch mit Maria in Verbindung gebracht. Einer Legende besagt das die Rose vor den Sündenfall der Menschen noch keine Dornen besaß, und da Maria von der Erbsünde bewahrt blieb, wurde sie „Rose ohne Dornen" genannt. Infolge dieser Tradition, verbreiteten sich in der Sakralen Kunst unzählige Darstellungen Marias mit diesem Begleitmotiv.

Der Pflanzenmaler Johann Knapp

Johann Knapp (1778-1833) wurde in der Wiener Vorstadt Hundsturm geboren. Sein Vater war Winzer. Bereits im Alter von 13 Jahre lernte er von Johann Baptist Drechsler, das Blumen malen. Dieser war Professor und Direktor an der Manufaktur- und Zeichenschule an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Hier wurden Musterzeichnungen für die Porzellanfabrik, die Seidenstickerei, Kunstweberei, für Tapeten und dekorativen Holzschnitzereien erstellt. Er steigerte hierbei der Realismus der Darstellung und die Schilderung der Details. Dies verhalfen seinem Schüler Johann Knapp zu eine profunde Grundlage in der Kunst der Botanischen Illustration. Ab 1804 wurde Knapp Hofmaler des Erzherzogs Anton Viktor, für den er bis zu seinem Tod tätig war. Er erhielt eine Wohnung in Schloss Schönbrunn und konnte in der dortigen Gartenanlage, viele der botanischen Schätze des Kaiserhauses bildnerisch festhalten. Für Erzherzog Johann von Österreich, der ein Pflanzenkundiger Wanderer war, malte Johann knapp die Wildpflanzen der Alpen. Kenner der Botanischen Illustration lobten „die ans fabelhaft grenzenden, minutiösen Detaildarstellung" in seinen Werke.

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