Aquarell-Gemälde Zaunwinde

Allgemein

Die echte Zaunwinde gehört zu den Windengewächse. Sie unterscheidet sich von den anderen Zaunwindarten durch 2 Hochblätter (Brakteen) die den Kelch bedecken. Daher der wissenschaftliche Name Calystegia: kalux = Kelch und stegos = Bedeckung. Die Zaunwinde besitzt grüne windende Sprossen mit einfacher wechselständiger Beblätterung ohne Nebenblätter. Die Windengewächse zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, sich um alle möglichen Gegenstände zu winden, die diesen krautigen Pflanzen als Kletterhilfe dienen können. Die Sproßspitzen führen kreisförmige Suchbewegungen gegen den Uhrzeigersinn durch (eine Umdrehung in 1h 45min) Die trichterförmige Blüten die an ein Grammophon erinnern, werden etwa 5 bis 7 cm groß. Die Bestäubung erfolgt unter anderem durch Nachtschmetterlinge, wodurch diese Pflanze aus Ökologischer Sicht einen wertvollen Beitrag leistet zur Erhaltung der gefährdeten grauen Falter.

Heilwirkung

Die Pflanze enthält Gerbstoffe, das Glykosid Jalapin und Schleimstoffe. Die Wirkstoffe regen die Tätigkeit der glatten Muskulatur an, beschleunigen die Darmperistaltik und erhöhen die Gallenabsonderung.

Symbolik

Dieses Gewächs kann überall in Deutschland gefunden werden. Hier wächst sie zumeist in Hecken oder dichtem Gestrüpp. Die Blüten öffnen sich nur für einen Tag, allerdings schon am frühen Morgen. Daher auch der Volksname „ morning glory“ im englischen Sprachraum. In Japan gelten Prunkwinden als Symbol des sommers. Mit dieser vergänglichsten aller Blumen feiern die Japaner die warme Jahreszeit und schenken sie Freunde und Verwandte.

Der Pflanzenmaler Simon Taylor

Der Engländer Simon Taylor (1742-1796) genoss eine Ausbildung zum Pflanzenmaler und verbrachte viel Zeit in den königlichen (ab 1840 Nationalen) botanischen Garten von Kew, südwestlich von London .Er arbeitete unter anderem für die Herzogin von Portland und John Fothergill, die ihm damit beauftragten, die Pflanzen in ihrem garten zu malen. Taylor wählte für die Arbeit an diese Zaunwinde als Malgrund Pergament (hauchdünn gezogene, naturbelassene, geglättete Schafs- oder Ziegenhaut) die er sorgfältig mit Wasserfarbe bemalte.

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